Diagnostica-Forum 2025 in Berlin Zukunft der Labormedizin im Fokus von Digitalisierung, neuen Technologien und Regulierung

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) hat gestern in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften das Diagnostica-Forum 2025 ausgerichtet. Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Laboren, Industrie, Politik und Wissenschaft diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Labordiagnostik.

Das Forum ist als Austauschplattform etabliert und richtet den Blick auf die Zukunft der Labormedizin jenseits der laufenden Vergütungsdiskussionen. Die stellvertretende VDGH-Vorstandsvorsitzende Stefanie Giesener eröffnete die Veranstaltung und betonte: „Das Diagnostica-Forum lebt vom Dialog. Es geht darum, die Chancen und Herausforderungen neuer Technologien gemeinsam zu beleuchten und Perspektiven für die Versorgung zu entwickeln.“

Vier Themenblöcke

Das Programm gliederte sich in vier Schwerpunkte:

  • Junges Labor: Hier stand der Wandel der Laboratoriumsmedizin durch Digitalisierung, Automatisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Es wurde diskutiert, wie Laborärzte und Medizintechnologen ihre Rolle in einer zunehmend technisierten Arbeitswelt gestalten können und wie die Industrie diesen Prozess unterstützt.
  • Neue Technologien und Marker: Vorträge beleuchteten den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Früherkennung, die Fortschritte bei der Minimal Residual Disease (MRD) in der Onkologie sowie neue Entwicklungen in der Alzheimer-Diagnostik.
  • Trends in der Gesundheitsversorgung: Im Zentrum standen geschlechterspezifische Medizin, die Folgen des Klimawandels für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sowie neue Ansätze in der Zell- und Gentherapie.
  • Regulatorik – Wandel ist jetzt: Diskutiert wurden die Weiterentwicklung der Rili-BÄK und die laufende Revision der europäischen IVD-Verordnung (IVDR). Vertreter der Bundesärztekammer, Pathologie und Industrie stellten ihre Sichtweisen dar.

Plattform für Austausch

Der VDGH sieht das Diagnostica-Forum als Brücke zwischen Industrie, Laboren und Politik. „Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und regulatorischem Wandel zeigt sich, wie wichtig der Austausch ist“, so Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des VDGH, in seinem Schlusswort.

In aller Kürze: Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) 

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von mehr als 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her, mit denen ein Umsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro erzielt wird, sowie Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften, mit denen ein Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.

www.vdgh.de

Ihr Pressekontakt

Torsten Kiesner

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