• Für forschungs- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen
  • Hightech für das ärztliche Labor
  • Früh erkennen - rechtzeitig heilen
  • 1985 kommt der erste HIV-Test auf den Markt
Richtlinie zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte zur personalisierten Medizin - intellig. Kombination von präklinischer und klinischer Forschung mit Daten und IKT-Lösungen innerhalb des ERA-Netzes "ERA PerMed". Bewerbungsfrist bis zum 10.4.2018

Das Konzept einer personalisierte Medizin (PM) bedeutet einen Paradigmenwechsel von einem "One-size-fits-all"-Ansatz bei der Behandlung und Pflege von Patienten mit spezifischen Erkrankungen.

Zur Förderung der Gesundheit von Patienten und zur Ermöglichung zielgerichteter Therapien werden neue Strategien entwickelt, die emergente Ansätze im Bereich diagnostischer Tests, funktionaler Genomik, molekularer Signalwege, der Datenanalyse und der Echtzeit-Überwachung des Gesundheitszustandes verwenden. Dies ist ein Schritt hin zu verbesserten Ergebnissen beim Umgang mit einer Erkrankung und/oder Krankheitsprädispositionen.

Innerhalb dieser Fördermaßnahme wird eine begrenzte Anzahl transnationaler Forschungsprojekte zur personalisierten Medizin gefördert. Die Projekte sollen interdisziplinär ausgerichtet sein, insbesondere durch die Kombination von präklinischer bzw. klinischer Forschung mit bioinformatischen Komponenten. Eine Zusammenarbeit zwischen Universitäten bzw. öffentlichen Forschungseinrichtungen, klinischer Forschung (z. B. Kliniken oder anderen Akteuren im Bereich des Gesundheitssystems) und Industrie (insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen), ist ausdrücklich gewünscht.

Es sollten Methoden eingesetzt werden, die eine Anwendung im allgemeinen klinischen bzw. niedergelassenen Rahmen sowie im Gesundheitssystem ermöglichen oder dafür weiterentwickelt werden können: Beispielsweise eine ¬Validierung bekannter Biomarker, die Entwicklung interoperabler Datenlösungen oder Programme für eine Entscheidungsunterstützung von Gesundheitsdienstleistern. Die Projekte können explorative klinische Studien durchführen, die die Machbarkeit einer frühen Diagnose und/oder die Stratifizierung von Patienten für zugelassene Arzneimittel zeigen. Da ein Verständnis der molekularen Mechanismen sowohl in komplexen, multifaktoriellen Erkrankungen als auch bei anderen Erkrankungen (monogenetisch, seltene Erkrankungen, Krebs) viele Gene, Genprodukte oder Regulatoren beinhaltet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Omics-Methoden sowie in vitro- oder in vivo-Validierungsstudien benötigt werden.

Antragsberechtigt sind deutsche staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung (Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken, Praxen, Kostenträger, Ärzteverbände, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften) sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Forschungs- und Entwicklungs-Kapazität, wie z. B. kleine und mittlere Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Richtlinie.