• Für forschungs- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen
  • Hightech für das ärztliche Labor
  • Früh erkennen - rechtzeitig heilen
  • 1985 kommt der erste HIV-Test auf den Markt
Zahlen und Fakten der IVD- und LSR-Industrie

"Die Daten der amtlichen Statistik bestätigen, dass Laborleistungen nicht zu den Kostentreibern im Gesundheitswesen zählen", sagt VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger. Weniger als 3 Prozent beträgt der Anteil der Laborausgaben an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

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Er bewegt sich damit in den letzten 17 Jahren auf konstant niedrigem Niveau. Auch die Ausgabendynamik für Labor bleibt in diesem Zeitraum immer unterhalb der gesamten Ausgabenentwicklung: Von 1999 bis 2015 stiegen die GKV-Ausgaben insgesamt um 65 Prozent, die Laborausgaben jedoch nur um 58 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Zahl der durchgeführten Laboruntersuchungen erhöht. Die Diagnostika-Industrie trägt diese Effizienzsteigerungen durch den hohen Preisdruck auf ihre Produkte. Im weltweiten Vergleich hat Deutschland die niedrigsten Preise bei einer Vielzahl von Laborparametern.

Dabei werden rund zwei Drittel aller klinischen Diagnosen auf Basis von Laboruntersuchungen gestellt. „Labortests steuern und überwachen Therapieentscheidungen, so etwa bei der Medikamentengabe. In der Eigenanwendung erlauben sie einen informierten und verantwortungsbewussten Umgang mit der Erkrankung. Bestes Beispiel ist die Glukoseselbstmessung für Diabetiker“, so Walger.

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat der Diagnostika- und LSR-Branche. Davon bilden 37,4 Prozent den Anteil kleiner und 54,5 Prozent den Anteil mittelständischer Firmen. Knapp 70 Prozent forschen und entwickeln in Deutschland. Lediglich 8,1 Prozent gehören zu den Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. „Die Industrie benötigt positive Rahmenbedingungen am Heimatmarkt Deutschland. Eine forschungsfreundliche Politikgestaltung und ein schnellerer Zugang von Innovationen in die Gesundheitsversorgung gehören dazu“, sagt Walger.

Rund 11 Prozent des Inlandsumsatzes der Diagnostika-Industrie fließt in Forschung und Entwicklung. Sie liegt damit auf Platz zwei hinter der Pharma- und noch vor der Fahrzeugindustrie. Der Umsatz im deutschen Diagnostika-Markt beläuft sich im Jahr 2016 auf 2,23 Mrd. Euro. EU-weit ist Deutschland der größte Markt. Der Life-Science-Research-Markt in Deutschland kommt auf

2,1 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2016. Dies ist ein Umsatzwachstum von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Alle Zahlen und Fakten

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von mehr als 4 Milliarden Euro. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her, mit denen ein Umsatz von 2,2 Milliarden Euro erzielt wird, sowie Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften, mit denen ein Umsatz von 2 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.

 

Pressekontakt: Gabriele Köhne presse@vdgh.de