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VKD/VDGH-Führungskräfteseminar: "Ohne Diagnostik ist man blind"

Berlin, 20.03.2017 - Zum 24. Mal trafen sich Führungskräfte des Verbandes der Diagnostica-Industrie und des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) zu ihrer jährlichen gemeinsamen Tagung in Berlin. Auf der Zusammenkunft wurden neben krankenhauspraktischen Themen zugleich neue Entwicklungen in der Diagnostik vorgestellt, die helfen, Prozesse in Krankenhäusern zu optimieren und die Versorgung zu verbessern.

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Foto: VDGH

„Komplexe Veränderungen kommen auf die Krankenhäuser und die Industrie zu“, sagte Dr. Josef Düllings, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), in seiner Begrüßung vor rund 75 teilnehmenden Managern.

Unter dem Motto „Zukunft gestalten“ zeigten Experten aus Medizin, Recht und Politik auf, welche Herausforderungen in der Krankenhauswirtschaft zu meistern sind. Der Kardiologe Dr. Johannes Neumann (Universitäres Herzzentrum Hamburg) demonstrierte am Beispiel einer Studie des UKE zum Einsatz des Herzinfarktmarkers Troponin, wie mithilfe hochsensitiver Labordiagnostik Entscheidungsprozesse in der Notfallaufnahme beschleunigt und optimiert werden können. Prof. Dr. Dr. Bhanu Sinha (Universität Groningen, NL) erläuterte zum Thema „Antibiotic Stewardship“, welche Bedeutung ein frühes und konsequentes Screening auf multiresistente Keime hat. Eine besondere Rolle hat das interdisziplinäre Ärzteteam, das die Effekte des Antibiotikaeinsatzes am Patientenbett überwacht. Im Ergebnis wird bei drei von vier Patienten die medikamentöse Behandlung während des stationären Aufenthalts umgestellt. „Wir kreieren ein kritisches Bewusstsein für den reflektierten Umgang mit der Arzneimitteltherapie“, sagte Sinha. „Ohne vernünftige Diagnostik bleibt man blind“, so das Fazit des Mikrobiologen.

Was gelungene Kommunikation im Krankenhaus ausmacht – ob zwischen Arzt und Patient, in einer Krisensituation gegenüber den Medien oder auch für die Anwerbung von Fachkräften – zeigten in ihren Vorträgen Prof. Dr. Matthias Volkenandt (MedKom Akademie München), Dr. Renée Dillinger-Reiter (Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Katja Schlosser (Agaplesion Evang. Krankenhaus Mittelhessen) und Patrick Haberland von DHR International. Kooperationsmöglichkeiten zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten standen im Fokus der Beiträge „Notfallversorgung und Kooperationsmöglichkeiten des Krankenhauses“ von Dr. Christian Braun (Ärztlicher Direktor des Klinikums Saarbrücken gGmbH) und „Was leistet telemedizinische Konsultation/Monitoring/Intervention in der regionalen Gesundheitsversorgung?“ von Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann (Universitätsmedizin Greifswald). Zum Thema „Compliance“ vor dem Hintergrund des neuen Antikorruptionsgesetzes informierten aus juristischer und krankenhausorganisatorischer Sicht Dr. Ulrich Reese (Clifford Chance) und Hans-Ulrich Schwarz (Universitätsklinikum Heidelberg).

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 4 Milliarden Euro. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her, mit denen ein Umsatz von 2,2 Milliarden Euro erzielt wird, sowie Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften, mit denen ein Umsatz von 2 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.

Kontakt: Gabriele Köhne

Leiterin Presse und Kommunikation

VDGH - Verband der Diagnostica-Industrie e. V.

koehne(at)vdgh.de

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