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Digitalisierung voranbringen - der Diabetespatient profitiert

Berlin, 19.10.2018 - Patienten mit Diabetes werden vom Nutzen digitaler Gesundheitsanwendungen am stärksten profitieren.

Diese Einschätzung vertrat VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger anlässlich einer parlamentarischen Veranstaltung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zu den Perspektiven der Diabetesversorgung. Walger verwies auf die häufigen Arzt-Patienten-Kontakte und auf die Therapiesteuerung, die in hohem Maße datengetrieben ist. Digitalisierung mache den Informationsfluss schnell, sicher und handhabbar und erleichtere den Alltag des Patienten erheblich.

Bastian Hauck, Patientenvertreter und Vorstandsmitglied von diabetesDE, betonte, dass Algorithmen nicht den Arzt ersetzen sollen, sondern das eigene Therapiemanagement des Patienten unterstützen. „Die Erstellung von Langzeit-Glukoseprofilen als digitales Tagebuch hat die Versorgung meiner Patienten signifikant verbessert“, sagte Professor Thomas Danne, Chefarzt Diabetologie des Kinder- und Jugendkrankenhauses Auf der Bult Hannover. Danne warnte davor, bei der Digitalisierung der Diabetesversorgung international den Anschluss zu verlieren.

Ein wichtiger Baustein ist die beschleunigte Bewertung digitaler Innovationen zur Aufnahme als GKV-Leistung. Dies unterstrich Dietrich Monstadt, MdB und Berichterstatter für Diabetes der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. Monstadt erinnerte daran, dass die Nationale Diabetesstrategie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufgenommen wurde, aber noch keine beschlossene Sache sei.

Angesichts der Dimension – Monstadt schätzt die Zahl der in Deutschland von Diabetes betroffenen Menschen auf 9 bis 10 Millionen – sehen die Gesundheitsexperten politische Aktivitäten als dringlich. „Die Nationale Diabetesstrategie und die Digitalisierungsoffensive der Bundesregierung sollten an möglichst vielen Stellen ineinandergreifen“, so der Appell des VDGH.

Der VDGH vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von 100 Unternehmen der Diagnostika- und der Life-Science-Research-Industrie. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her bzw. Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften. Beide Branchen zusammen erwirtschaften einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro in Deutschland.

Pressekontakt:
Gabriele Köhne
Leiterin Presse und Kommunikation
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