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02. Mai 2016
Bluthochdruck durch Hormonstörung - Sekundäre Hypertonie meist heilbar - ein schneller Bluttest bringt Klarheit

Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Diagnosen in der ärztlichen Praxis und ist in Deutschland einer der wesentlichen Risikofaktoren für die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Etwa 85 Prozent der Betroffenen leiden an einer essenziellen Hypertonie und müssen lebenslang mit Medikamenten behandelt werden.

Bei Patienten hingegen, deren Bluthochdruck durch eine Hormonstörung bedingt ist, der sogenannten sekundären Hypertonie, kann die Erkrankung in den meisten Fällen geheilt werden.

Conn-bedingter Bluthochdruck ist deutlich gefährlicher
Die häufigste Form der sekundären Hypertonie ist der primäre Hyperaldosteronismus (auch Conn-Syndrom genannt), der durch eine Überproduktion des Nebennierenhormons Aldosteron gekennzeichnet ist. Die Prognose bei Conn-bedingtem Bluthochdruck ist schlechter als bei anderen Hypertonieformen. So zeigen Conn-Patienten gegenüber essenziellen Hypertonikern ein bis zu 10-fach höheres Risiko für Ereignisse wie Apoplex, Vorhofflimmern oder Myokardinfarkt.

Prävalenz des Conn-Syndroms ist höher als gedacht

Neueren Studien zufolge haben 5 bis 12 Prozent der hypertensiven und 17 bis 23 Prozent der therapieresistenten hypertensiven Patienten einen primären Hyperaldosteronismus. Dies entspricht in Deutschland bei vorsichtiger Schätzung etwa 1,2 Millionen Menschen.

Die Häufigkeit des primären Hyperaldosteronismus sowie das erhöhte Risiko kardialer, vaskulärer und metabolischer Komplikationen unterstreichen die Bedeutung einer einfachen, allgemein verfügbaren Diagnostik, um betroffene Patienten zu identifizieren und adäquat behandeln zu können.

Screening mittels Aldosteron-Renin-Quotienten
Durch die Bestimmung des Aldosteron-Renin-Quotienten im Blut kann das Conn-Syndrom frühzeitig und verlässlich diagnostiziert werden. Aus dem Verhältnis Aldosteron zu Renin kann erschlossen werden, ob Aldosteron im Überschuss gebildet wird.

EBM Abrechnung: Aldosteron  Ziffer 32385 (11,70 €)

Renin  Ziffer 32386 (31,30 €)

GOÄ-Abrechnung: Aldosteron Ziffer 4045 (27,98 €)

Renin Ziffer 4058 (27,98 €)


Labortipp Bluthochdruck | pdf | 58 KB