Der VDGH und seine Unternehmen – eine Hightech-Industrie am Standort Deutschland
Der VDGH hat 88 Mitgliedsfirmen,
die Diagnostica und Life-Science-Research (LSR)-Produkte herstellen
oder vertreiben. Die Unternehmen repräsentieren rund 90 Prozent des
inländischen Umsatzes mit Diagnostica. Knapp zwei Drittel (62 Prozent)
der Firmen betreiben Forschung und Entwicklung. 68 Prozent der Firmen
haben in Deutschland Produktionsstätten. Dabei hat die Biotechnologie
einen hohen Stellenwert: Rund 35 Prozent des Inlandsumsatzes werden
mittels biotechnologischer Verfahren erwirtschaftet.
Die Diagnostica-Industrie entwickelt und produziert Reagenzien und
Analysesysteme, so genannte In-Vitro-Diagnostica. Mit ihrer Hilfe
werden menschliche Körperflüssigkeiten und Gewebe
im Rahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie und Prävention
untersucht. Die Produkte werden in Laboren niedergelassener Ärzte und
in Krankenhäusern sowie im Praxis- und Präsenzlabor beim Arzt
angewandt. Zum Teil werden sie vom Patienten selbst, z. B. bei der
Blutzuckermessung, eingesetzt.
Die LSR-Industrie entwickelt und vertreibt Instrumente,
Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien eigens für die
Grundlagen- und angewandte Forschung in allen Bereichen der
Lebenswissenschaften.
Die Diagnostica-Industrie agiert auf in der Regel stark
regulierten Märkten. Die Labordiagnostik wird dabei häufig allein als
Kostenfaktor angesehen. Der Nutzen der Labordiagnostik - auch im Sinne
von Einsparungen für das Gesamtsystem - und das wirtschaftliche
Potenzial der Branche werden dabei häufig übersehen. Der VDGH setzt
sich daher dafür ein, das Primat der Kostendämpfungspolitik und des
sektoralen Interventionismus durch eine wirtschafts-, technologie- und
gesundheitspolitische Gesamtstrategie abzulösen. Da-mit ließen sich die
Wachstums- und Beschäftigungspotenziale des Gesundheitswesens
zugunsten der Zukunftsfähigkeit unserer Volkswirtschaft nutzen.
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